Figurenvorstellung: Love

Figurenvorstellung: Love

Da ich in meinen Figuren verschiedene Welten, Spezies und Kulturen beherberge, möchte ich dir die einzelnen Figuren und Regeln gern näher bringen. Zur Zeit arbeite ich am zweiten Band der Vampir-Reihe “Savage”, weshalb ich dir heute Love vorstelle. Vor zwei Wochen haben wir bereits Jackson kennen gelernt, er und Love sind die Hauptfiguren in Savage – Ruf der Instinkte.

Love

Die Herkunft: New York

Love – die Kurzform von Lavinia – wurde in New York geboren. Als Tochter von Cassia, einer reinrassigen Vampirin, gehört sie schon von Geburt an zum New Yorker Adel. Dementsprechend streng wurde sie auch erzogen und musste ihre wölfische Seite immer unterdrücken.

Tatsächlich hat sie ihren Vater niemals kennen gelernt und als sie vier Jahre alt war, wurde sie auch von ihrem Zwillingsbruder Darian getrennt. Erst nach diesem Vorfall führte Cassia ihre Tochter als ihr einziges Kind offiziell in die Gesellschaft ein. Offiziell wurde behauptet, ihr Vater sei ein Mensch gewesen, der sich an Cassia vergriffen hat und von ihrem neuen Vormund Thel getötet wurde.

Die Wölfin: Nyssa

Tatsächlich stammt Love von dem Blutwolf Elias. Damit ist sie ein Mischling, aber nicht, wie behauptet wird, menschlich. Blutwölfe sind Nachkommen von Vampiren und Werwölfen und stehen gesellschaftlich für Vampire ganz unten auf der letzten Stufe, sogar noch unter den Werwölfen selbst.

Deshalb darf auch niemand wissen, dass Love von einem Blutwolf abstammt. Durch die ständige Unterdrückung ihrer zweiten Natur hat sich ein zweites Bewusstsein entwickelt, dass sich zur Wehr setzt: Nyssa.

Nyssa ist brutal und instinktgetrieben. Sie tötet, wenn sie will und schert sich nicht darum, ob die Menschen etwas mitbekommen. Sie ist genauso stark wie Love und hält sich zwar oft zurück, kann Love aber auch übernehmen, wenn sie will, da Love sich stark beeinflussen lässt.

Er ist süß. Wir sollten ihn anknabbern, tönt es in ihrem Kopf.
Erschrocken weiten sich Loves Augen. Nyssa hat sich seit Wochen nicht zu Wort gemeldet. Die junge Vampirin hat gehofft, dass ihre zweite Hälfte sich mit der Situation genauso abgefunden hat, wie sie selbst.
Reg dich ab, Lavinia. Du weißt, dass wir durstig sind. Und dein toller Hüter erlaubt es doch, oder?
Das stimmt sogar. In einem erstaunlich ruhigen Gespräch hat sie Jackson darum gebeten, ihren Blutpaten meiden zu dürfen und sich im Gegenzug dazu bereit erklärt, sich künftig zu beherrschen. Die ersten paar Male hat er noch eingreifen müssen, aber inzwischen hat sie es unter Kontrolle.
Da sie nicht mehr so ungezügelt trinkt, ist sogar ihr Durst ein wenig zurückgegangen.
Jackson hat ihr erklärt, dass das Blut trinken ein bisschen so ist, wie Süßkram zu naschen. Isst man viel davon, will man noch mehr. Hält man bestimmte Grenzen ein, ist auch das Verlangen danach nicht so groß. Trotzdem hat sie inzwischen wieder Durst.
Es ist nur ein kurzer Biss. Ein kleiner Schluck. Komm schon …, flüstert es wieder in ihren Gedanken und Love spürt nun ganz deutlich die stärker werdende Anwesenheit der Anderen. Sie wirft einen unsicheren Blick in Jacksons Richtung, dann schiebt sie ihre Hand in die des Mannes und zieht ihn in Richtung der Flügeltüren.
Sie macht es ihr tatsächlich einfach. Langsam schiebt sich Nyssa weiter in Lavinias Bewusstsein, als die ahnungslose Vampirin den noch ahnungsloseren Menschen mit nach draußen nimmt. Ihr Plan geht auf, als der Hüter im Inneren zurückbleibt. Er wird ihr einen Vorsprung von ungefähr 60 Sekunden geben, ehe er sich unauffällig dazugesellt, um notfalls eingreifen zu können. Sorgsam verbirgt sie ihre Gedanken vor Lavinia, während sie in sich hineinlächelt.


Auszug aus “Savage – Ruf der Instinkte”

Der einsame Zwilling

Love hat einen Zwillingsbruder, den sie nicht mehr gesehen hat, seit sie 4 Jahre alt waren. Zustande kamen die beiden, als sich ihre Mutter Cassia aufgrund von Liebeskummer mit einem Blutwolf einließ. Elias wurde zunächst aufgrund seiner Herkunft von ihr abgewiesen, erwies sich aber als hartnäckig und konnte ihre arrogante Aristokratenschale schließlich knacken. Sie erwärmte sich gegen alle Regeln für den Blutwolf und brannte mit ihm durch. Dabei wurden die zwei von ihrer fruchtbaren Phase überrascht und zeugten die Zwillinge.

Aus Angst, was aus ihrem Leben werden würde, wenn alle wüssten, auf wen sie sich eingelassen hatte, belog sie Elias und sagte ihm, dass sie nicht schwanger geworden sei. Außerdem wollte sie ihn nie wieder sehen. Während sich der Blutwolf enttäuscht zurückzog, trug Cassia ihre Kinder aus und behauptete, sie wären von einem Menschen. Nur Thel, der Grund für ihren Liebeskummer und später auch ihr gesetzlicher Vormund, kannte die Wahrheit. Er half ihr, die wahre Herkunft der Kinder zu vertuschen.

Was Cassia nicht wusste: Elias hatte sich gar nicht zurück in die Berge verzogen, sondern sah immer mal wieder nach ihr. Dabei bekam er die Kinder irgendwann mit und konnte sich ausrechnen, dass sie von ihm stammten. Also stand er eines Tages vor der Tür und forderte den Umgang mit ihnen. Aus Angst, der Vampiradel könnte etwas mitbekommen, bot sie ihm an, seinen Sohn mitzunehmen und die Tochter zu behalten.

Im Gegensatz zu Love zeigte ihr Bruder schon frühe Anzeichen des Wolfes in sich. Cassia hoffte, dass das wölfische in Love nicht durchbrechen würde, weshalb sie sich schweren Herzens von ihrem Sohn lossagte, um wenigstens ihrer Tochter ein Leben unter den Vampiren und im Adel ermöglichen zu können. Elias war nicht begeistert, ging schließlich aber auf den Handel ein nahm Darian mit sich.

Von da an durfte Love nie wieder über ihren Bruder reden und auch keine Fragen nach ihrem Vater stellen. Cassia wurde immer strenger mit ihr und als auch Love erste Anzeichen des Wolfes in sich zeigte, zerbrach die Verbindung zwischen Mutter und Tochter.

Love

Die Begegnung

Love tut sich immer noch schwer mit ihrem Leben und als Cassia ihr verkündet, dass es Zeit wird, ihr einen Ehemann zu suchen, erbittet sie von ihrer Mutter ein Jahr in Freiheit. Sie darf eine Wohnung in New York anmieten und erhält ausreichend Geld, mit dem Versprechen, sich an bestimmte Regeln zu halten.

Kaum ist Love in Freiheit, schneidet sie sich die Haare kurz und genießt das shoppen und das Nachtleben. Allerdings ist sie erst ein paar Tage in Freiheit, als sie von einer Party heimkommt und vor ihrer Tür eine unangenehme Begegnung mit einem fremden Vampir: Jackson.

Er weist sich mit einem Papier als ihr neuer Hüter aus und ein kurzes und wütendes Telefonat mit ihrer Mutter bestätigt dies.

„Lavinia, nehme ich an? Ich bin Jackson. Deine Mutter schickt mich. Freut mich, dich kennenzulernen.“
Der Sarkasmus in seiner Stimme ist kaum zu überhören, allerdings ist ihm das ziemlich egal.
Verblüfft hält die junge Vampirin inne und starrt ihn an.
„Ein Wächter? Ist das ihr fucking Ernst?“
„Mama macht sich Sorgen um den Stolz der Familie“, gibt er salopp zurück.
Lavinia verzieht das Gesicht und ruckt ungeduldig an ihren Handgelenken. „Lass mich los!“
Jackson gibt sie frei und erhebt sich. Dann erst reicht er ihr die Hand, um ihr aufzuhelfen.
Trotzig ignoriert sie die Geste und rappelt sich alleine wieder auf. Leise fluchend bückt sie sich nach der Clutch, die bei ihrem Angriff zu Boden gefallen ist, holt ihr Handy daraus hervor und tippt wütend auf dem Touchscreen herum.
Mit einem giftigen Blick in Jacksons Richtung hält sie sich das schmale Gerät ans Ohr und wartet.
„Ist das dein fucking Ernst?“, begrüßt sie ihre Mutter, als diese abhebt.
„Lavinia, zügele dich. Was ist los?“
Die Stimme ihrer Mutter ist durch das Handy zu hören.
Jackson zündet sich eine weitere Zigarette an und behält derweil die Umgebung im Blick. Das hier wird unter Umständen länger dauern.
„Hier steht ein gruseliger Typ, der behauptet, dass du ihn geschickt hast!“
„Der Wächter ist da? Sehr gut.” Ihre Mutter klingt erleichtert. “Er wird ab sofort nicht mehr von deiner Seite weichen.“
„Was? WIESO?“
„Du bist eine unverheiratete Frau und du lebst allein. Dein Vormund hat beschlossen …“
„Der Vormund ist nicht mein Vater!“
„Aber er verfügt über dich. Er hat beschlossen, dass du einen Wächter bekommst, bis ein Ehemann gefunden ist.“
„Also ist das der Haken an der Wohnung?“
„Du bekommst wie gewünscht deine Freiheit. Bis zu einem gewissen Grad. Dafür wirst du heiraten, wenn ein Ehemann gefunden ist.“
„Hmm und vermutlich seid ihr schon fieberhaft auf der Suche, was? Was ist das für ne Freiheit, wenn dieser Idiot mir ständig hinterherwackelt?“
„Lavinia! Reiß dich zusammen! Er ist dort, um auf deine Unversehrtheit zu achten.“
„Unversehrtheit. Ist klar. Wieso vertraust du mir nicht?“
„Das tue ich, Liebes, aber …“
„… aber er nicht. Schon klar. Gute Nacht, Mum.“
„Lavin…“
Bevor ihre Mutter den Satz beenden kann, legt die junge Vampirin wütend auf und nimmt Jackson wieder ins Visier.

Auszug aus “Savage – Ruf der Instinkte”

Die Entwicklung

In der Zeit mit Jackson wird aus der unzufriedenen, arroganten Love eine junge, lebenslustige Frau. Sie lernt, Verantwortung zu übernehmen und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Außerdem lernt sie den Wert eines Menschenleben zu schätzen und schließt Jackson, seine Familie und seine Freunde in Frankreich ins Herz.

Lies mehr über Love in “Savage – Ruf der Instinkte“! Erhältlich ab Mai 2019 bei Hawkify Books!

Die Biologie der Werwölfe aus “Geliebtes Blut”

Die Biologie der Werwölfe aus “Geliebtes Blut”

Ganz klar: Wer Werwolf wird, wurde gebissen. Ist das mit allen Werwölfen so? Nein! Eine kleine Trilogie Namens “Geliebtes Blut” widersetzt sich den Römern und … äh. Gut. Lassen wir das.

Wie entsteht ein Werwolf?

Die Werwölfe in dieser Welt werden nicht gebissen oder anderweitig verwandelt, sondern so geboren. Zunächst fällt das allerdings nicht auf, da sie als ganz normale Menschen aufwachsen. Erst mit zwanzig Jahren wandeln sie sich das erste Mal und werden zu einem Werwolf.

Ein erstes Anzeichen für den Werwolf gibt es bereits bei der Geburt. Das Baby kommt schon im siebten Monat zur Welt, ist aber so weit entwickelt und so kräftig, als hätte die Schwangerschaft die vollen 9 Monate gedauert.

Die nächsten Anzeichen setzen ein, wenn der Werwolf 19 Jahre alt wird. Bei weiblichen Werwölfen sind die Zeichen nicht ganz so stark, aber männliche Werwölfe fangen in dieser Zeit an, zu wachsen und in die Breite zu gehen. Beide Geschlechter sind jedoch mit einem gesunden Appetit gesegnet, da ihr Körper sich auf die energiezehrenden Kräfte vorbereitet, die bald freigesetzt werden. Auch das Aggressionspotential steigt immer weiter an, es kommt zu Wutausbrüchen, Streitereien und einer wilden Achterbahnfahrt an Gefühlen.

Das Rudel findet den Welpen

Zu dieser Zeit hat sich in der Regel schon ein Rudel gefunden, das sich um den werdenden Werwolf kümmert. Ausgewachsene Wölfe haben die Fähigkeit, noch ungewandelte Werwölfe zu erkennen – auch wenn nicht bei allen sicher ist, ob sie sich wirklich verwandeln. Deshalb siedelt sich das Rudel meist in der Nähe des Kandidaten oder der Kandidatin an und versucht, sich das Vertrauen zu erarbeiten. Eine solche Annäherung ist zum Beispiel in der Novelle “Joshua” zu lesen, als das Rudel Tristan aufspürt und Joshua sich ihm nähert und – etwas holprig – den ersten Kontakt herstellt.

Heute schiebt Jimmy Dienst, ein Barkeeper den er gut kennt und mag.
“Ohje. Die Arbeit?”, erkennt Jimmy sofort die Lage und stellt ihm auf sein Nicken hin eine Flasche Cola hin.
Anstatt zu trinken, schiebt er sie jedoch nur vor sich auf der Theke hin und her und pult nachdenklich an dem Etikett. Eine Ecke hat er schon abgelöst und zupft konzentriert daran herum, als er plötzlich von der Seite angesprochen wird.
“Harter Tag? Du guckst so.”
Tristan blickt auf und begegnet dem freundlichen Blick eines jungen Typen, der ungefähr in seinem Alter sein müsste.
Die grünen Augen blitzen verheißend, als hätte er irgendwas ziemlich Dämliches geplant und wäre wild entschlossen, es auch in die Tat umzusetzen.
“Mhh”, brummt Tristan nur und führt nun doch die Flasche an die Lippen, um an seiner Coke zu nippen.
“Nervt dich dein Chef… oder gehts um ein Mädchen?”, hakt der Fremde weiter nach. Tristan verzieht die Augenbrauen und stellt die Flasche zurück auf den Tresen.
“Was geht dich das an?”
“Ein Mädchen also”, schlussfolgert der Andere munter und bestellt sich ebenfalls eine Cola.
Genervt rollt Tristan mit den Augen, schnappt sich seine Flasche und macht sich davon, um sich nun doch an einen der Tische zu setzen.
Keine zwei Minuten später lässt sich der freche Kerl von der Theke neben ihn fallen und seufzt entspannt auf.
“Erzähl mir von ihr. Vielleicht kann ich dir n Tipp geben. Ich bin gut im Flirten.”
Er grinst.
Tristan nicht. Was ist das für ein Vogel?, grollt er innerlich und mustert ihn noch einmal genauer.
Er ist, im Gegensatz zu Tristan, breit gebaut und muskulös und auch sein Gesicht gibt einiges her. Man könnte sagen, dass er ziemlich gut aussieht. Also muss er vermutlich eher weniger flirten, als einfach nur mit den Fingern schnippen.
Tristan schnaubt frustriert und setzt nun doch die Flasche an, um einen Schluck zu trinken.
“Ja, du siehst auch so aus, als wenn du das müsstest“, mault er schließlich und stellt die Flasche wieder ab.
“Was meinst du?”
“Ach komm schon! Als ob jemand wie du sich sonderlich bemühen müsste.”
Das Lächeln des Fremden gefriert für eine Sekunde, doch dann kehrt seine gute Laune schlagartig zurück.
“Es ist einfacher geworden”, gibt er zu, fährt aber fort: “Aber früher war ich auch so n Trauerkloß wie du.”
“Ach und jetzt willst du einen auf Mr. Miagi machen, oder was?”, motzt Tristan und blickt zum Ausgang. Vielleicht sollte er gehen?
“Wer bist du überhaupt?”, brummt er aber und wendet sich dem Fremden wieder zu.
Der strahlt. “Na dein neuer bester Freund. Ich heiße Joshua. Und du?”

– Auszug aus Joshua

Die Wölfe und der Vollmond

Im Gegensatz zum volkstümlichen Glauben sind die Werwölfe (in meiner Buchwelt) nicht an den Vollmond gebunden, um sich zu wandeln. Lediglich die erste Wandlung erfolgt während des Vollmonds. Dieser dient als eine Art Trigger, der ab dem Alter von 20 Jahren einsetzt.

Trotzdem hat der Vollmond Einfluss auf das Leben der Werwölfe. Sind sie an allen anderen Tagen unfruchtbar, können sich Werwölfe während der dreitägigen Vollmondphase fortpflanzen. Leider übernehmen in dieser Zeit auch die Instinkte, was die ganze Sache kompliziert macht.

Denn Werwölfe sind übermenschlich stark und recht brutal, wenn sie sich ihren Instinkten ergeben. Ein Mensch könnte dabei zu schwer verletzt werden oder umkommen, weshalb sie als Fortpflanzungspartner ausscheiden. Wölfinnen gibt es selten, weshalb die fruchtbare Mondphase für die meisten Werwölfe eine eher unangenehme Zeit ist, in der sie die Nähe von Menschen oft meiden und damit zu kämpfen haben, ihre Laune unter Kontrolle zu halten.

Aber auch, wenn sich ein Wolfspaar gefunden hat, egal in welcher Kombination, halten sie während der Mondphase oft Abstand zueinander. Teilweise, weil noch kein Nachwuchs gewünscht ist, teilweise, weil das Erwachen nach so einem Marathon oft schmerzhaft ist. Das muss in Blutsbande übrigens auch eine Vampirin feststellen, die während des Vollmonds mit einem Werwolf (einvernehmlich) aneinander geraten ist.

Der Morgen dämmert, als Kyra aufschreckt. Jede Faser in ihrem Körper schmerzt und sie ist mit blauen Flecken, getrocknetem Blut und unschönen Kratzern überzogen. Die schnelle Bewegung entlockt ihr ein gequältes Zischen. Als sie ihren nackten Körper betrachtet, entdeckt sie einen riesigen Bluterguss direkt auf ihren Rippen. Vorsichtig tastet sie mit den Fingerspitzen darüber und zischt erneut. Gebrochen ist nichts, aber sie sind mindestens verstaucht. Ihr Blick fällt auf den schlafenden Wolf neben sich, der in den letzten zwei Tagen und Nächten alles andere als zärtlich zu ihr gewesen ist. Trotzdem hat ihr die Art, auf die er sie zufriedengestellt hat, durchaus gefallen. Auch wenn sie dadurch nun ziemlich lädiert ist. Ein Umstand, den sie so in ihrem Vampirdasein noch nicht erlebt hat.

– Auszug aus Blutsbande

Ein neuer Werwolf

Selbst, wenn ein werdender Wolf in die erste Wandlung kommt, bedeutet das nicht, dass er auch zu einem Werwolf wird. Denn nicht jeder überlebt die erste Wandlung. Tut er es, hat er allerdings ein unsterbliches Leben vor sich, da er ab diesem Moment aufhört zu altern. Seine Zellen erneuern sich stets, ohne dabei etwas einzubüßen und zu altern, wie es bei Menschen der Fall ist.

Womit ein neuer Werwolf klar kommen muss, ist die volle Wucht der Gefühle, die auf ihn einprasselt, sowie all die anderen Informationen, die die plötzlich geschärften Sinne an sein Gehirn senden. Dadurch überfordert, setzt sich in den meisten Fällen ein bestimmtes Gefühl durch: Wut.

„Geh lieber zurück, Rapha”, warnt sein Bruder ihn, als Tristan sich wieder aufrappelt und nun etwas sicherer steht. Mit gesenktem Kopf steht er hechelnd vor den anderen und starrt sie an. Anthony spitzt die Ohren und spannt seinen Körper, bereit zum Sprung, während Joshua sich ein wenig abseits hält. Niemand lässt Tristan aus den Augen. Ein leises Knurren kündigt die nächste Phase der ersten Wandlung an. Raphael, der direkt vor Tristan steht, macht einen vorsichtigen Schritt rückwärts, während Zachary eine Hand auf Samuels Schulter legt, um ihn zurückzuhalten.
„Keine schnellen Bewegungen, Sam. Unser Kleiner wird vermutlich gleich unglaublich wütend.”
Anspannung legt sich über die Gruppe, während das Knurren aus Tristans Kehle lauter wird. Als Raphael einen zweiten Schritt rückwärts macht, greift Tristan an. Von einem Moment auf den anderen explodiert die Wut in dem neuen Werwolf, der mit einem Satz auf Raphael zuspringt und zielgerichtet nach seiner Kehle schnappt.

– Auszug aus Blutsbande

Das Rudelleben

Auch, wenn es bei den Werwölfen sehr rau zugehen kann – immerhin sind es Raubtiere und keine Kuschelwölfe – lebt ein Rudel in Harmonie. Oft leben sie alle zusammen oder zumindest sehr dicht beieinander und tauchen meistens in der Gruppe auf.

Innerhalb des Rudels herrscht eine klare Hierarchie: Der Alpha steht oben, dann kommt der Beta und schließlich der Rest. Der jeweils jüngste Wolf hat am wenigsten zu sagen. In den meisten Fällen wird aber das ganze Rudel in die Entscheidungsprozesse mit einbezogen, auch wenn der Alpha am Ende natürlich das letzte Wort hat.

Zwischen den Rudeln sieht die Lage etwas anders aus. Dringt ein Rudel in das Gebiet eines anderen ein, kann es zu bösen Kämpfen kommen. Das gilt allerdings nicht für Wölfe, die allein durch die Gegend ziehen. Wanderer sind stets Willkommen und können sich einem Rudel für eine Weile anschließen oder auch komplett bleiben.

Der Alpha

Der Alpha eines Rudels ist nicht zwingend der größte und stärkste Wolf. Anthony ist zum Beispiel ein Stück kleiner als sein Beta Zachary und auch als die Zwillinge Sam und Raphael.

Ein Alpha-Wolf wird bereits als ein solcher geboren und übernimmt ganz instinktiv die Führungsrolle in einem Rudel. Dadurch kann er seine Alpha-Instinkte allerdings auch nicht ablegen, was zu Problemen führen kann (siehe Schattenwölfe).

Wanderer

Wanderer sind einfache Wölfe, die es nicht bei einem Rudel hält. Sie ziehen als “einsame Wölfe” durch die Gegend. Hin und wieder schließen sie sich einem Rudel an, da auch sie die Nähe ihrer Artgenossen suchen. Allerdings bleiben sie nie lange, sondern laufen nur eine Weile mit den anderen und sind oft genauso plötzlich wieder verschwunden, wie sie aufgetaucht sind.

Warum Wölfe zu Wanderern werden, kann unterschiedliche Gründe haben. Manche halten es einfach nicht lange genug an einem Ort oder in einem Rudel aus. Andere, wie zum Beispiel Zachary, werden durch den Verlust eines Partners oder anderen Artgenossen zum Wanderer, um ihren Schmerz zu verarbeiten.

“Müsste Zach nicht schon zurück sein? Sonst ist er nicht so lange weg.”
Anthony sieht auf seine Uhr und nickt. “Normalerweise ist er morgens, oder spätestens mittags wieder da.”
Nachdenklich betrachtet Samuel den besorgten Gesichtsausdruck des Leitwolfs. “Denkst du, er kommt nicht mehr zurück?”
Zachary ist Anthonys rechte Hand und der ranghöchste Wolf nach dem Alpha. Aber im Gegensatz zu Sam und Rapha, die immer in einem Rudel gelebt haben, ist er ein Wanderer. Ursprünglich war auch Zachary ein Rudeltier, vor langer Zeit und in einem anderen Rudel. Aber dann hat er sich in eine Wanderin verliebt und ist mit ihr durch die Welt gezogen.
Inzwischen ist die Wölfin – Julie – seit vielen Jahren tot und als Anthony ihn gefunden hat, war Zachary in einem furchtbaren Zustand. Der Alpha, der damals noch als Schattenwolf ohne ein Rudel unterwegs war, hat ihn wieder aufgepäppelt und aus Dank hat Zachary sich ihm für eine Weile angeschlossen.
Diese Weile dauert bis heute an, aber auch jetzt ist Zachary noch oft umtriebig.
“Ich weiß es nicht.”
Anthony fährt sich mit einer Hand durchs Gesicht, stellt seine leere Flasche zur Seite und wirft einen Blick auf das turtelnde Pärchen.
Offenbar sind sie gerade dabei, ihre Versöhnung anzugehen.
“Wollt ihr nicht lieber ein paar Meilen Abstand nehmen?”
Es ist die wölfische Version von Nehmt euch ein Zimmer.
Raphael lässt von Luna ab, hält sie aber weiter an sich gedrückt und holt gerade Luft, um etwas zu erwidern, als er plötzlich erstarrt.
Auch die anderen drei heben im selben Moment den Kopf und wittern.
Zachary ist in der Nähe. Aber er ist nicht allein. Da ist noch ein anderer Geruch. Und der Geruch von Blut.
Sofort ist die ausgelassene Stimmung verflogen und alle vier setzen sich wie auf ein geheimes Kommando gleichzeitig in Bewegung, um ihrem Gefährten entgegenzueilen.

Auszug aus Joshua

Schattenwölfe

Schattenwölfe sind in der Regel Wanderer – allerdings handelt es sich hierbei um wandernde Alphas. Und im Gegensatz zu normalen Wölfen, die stets Willkommen sind, führen Alphas ohne Rudel ein schweres Leben. Sie müssen sich im Verborgenen halten, sich praktisch in den Schatten herumdrücken, woher auch die Bezeichnung kommt.

Der Grund ist einfach: Kommt ein neuer Wolf ins Rudel, kann er jemanden herausfordern oder herausgefordert werden. Gewinnt er gegen den herausgeforderten Wolf, nimmt er dessen Platz in der Hierarchie des Rudels ein und der besiegte Wolf untersteht ihm.

Wanderer tendieren selten dazu das zu tun und werden auch selten von jemandem aus dem Rudel herausgefordert. Das geschieht nur, wenn ein Wolf absolut dagegen ist, dass ein Wanderer aufgenommen wird. In der Regel kommt es aber wie gesagt nicht vor.

Anders sieht es bei Alphas aus. Sie haben es im Blut, ein Rudel anzuführen, weshalb ein Alpha mit der Zeit immer einen zweiten Alpha herausfordern würde. Gewinnt er, nimmt er den Platz als neuer Rudelchef ein und der andere Alpha ist gezwungen, sein Rudel zu verlassen.

Dementsprechend sind einzelne Alpha-Wölfe natürlich nicht gern gesehen. Da auch die Rudel meist nicht davon angetan sind, eines ihrer Mitglieder zu verlieren, werden Schattenwölfe gejagt und vertrieben oder sogar getötet, ehe sie den Alpha herausfordern können.

“Aber was ist, wenn der Wanderer den Alpha herausfordert?”
Diesmal antwortet Anthony. “Das wird nicht passieren. Wanderer sind Betas. Sie greifen keinen Alpha an.”
“Außer, der bedroht seinen Bruder”, ergänzt Zachary mit einem Blick auf Raphael, der verbissen schweigt. “Oder er ist selbst ein Alpha. Aber dann ist er auch kein Wanderer.”
“Sondern?”, hakt Tristan nach, der inzwischen neugierig geworden ist. Es ist eine neue Seite an seinen Freunden und ihrem Leben. Ein Leben, das jetzt auch seines ist, und er ist begierig, so viel wie möglich darüber zu erfahren.
“Ein Schattenwolf.”
“Oh, gleich so poetisch?”, grinst Tristan.
Wenigstens scheint er durch den Neuankömmling so abgelenkt zu sein, dass sich seine Laune wieder in normale Sphären hebt. Auch wenn das höchstwahrscheinlich nicht lange anhalten wird.
“Das ist weniger poetisch als vielmehr eine exakte Beschreibung dessen, was ein Alpha ohne Rudel ist”, wirft Zachary trocken ein.
Seth nimmt den Faden auf und erklärt: “Ein Alpha braucht ein Rudel. Das liegt in seinem Instinkt. Hat er kein Rudel, liegt sein größtes Bestreben darin, eines zu bekommen. Das bedeutet, dass er andere Alphawölfe herausfordert und versucht, ihnen ihr Rudel abzunehmen. Was natürlich nicht gerade im Interesse der Alphas liegt, die ein Rudel haben. Dementsprechend sind einzelne Alphawölfe mehr oder weniger zum Abschuss freigegeben. Das ganze Rudel jagt und tötet sie, bevor sie den Alpha herausfordern können.”
“Deshalb müssen sie in den Schatten leben. Lautlos. Leise.”, ergänzt Anthony und starrt nachdenklich ins Feuer. Tristan beobachtet ihn.
“Warst du auch mal ein Schattenwolf?”
“Ja. Bis ich Zach getroffen hab. Ein paar Jahre später kamen dann Raph und Sam dazu.”
“Das war ein Akt”, grollt Zachary leise, muss dann aber grinsen und klopft Raphael freundschaftlich auf die Schulter. “War echt ein Traum, ein Zwillingspaar durch die Wandlung begleiten zu dürfen.”

Auszug aus Schattenwolf

Die Geschwisterbindung

Eine sehr interessante psychische Entwicklung, die Werwölfe nach ihrer Wandlung durchmachen, ist die Bindung an ihre Geschwister. Auch während sie Menschen sind, besitzen sie schon einen ausgeprägten Beschützerinstinkt gegenüber Bruder oder Schwester. Nach der Wandlung verstärkt sich dieser Drang und es kommt zu einer sogenannten Blutsbindung. Geschwister bleiben immer zusammen, egal ob sie nun als Wanderer umherziehen oder im selben Rudel leben.

Ein Geschwisterpaar kann für ein Rudel ein Segen und Fluch zugleich sein.

“Nein, eine Bindung zwischen Geschwistern ist immer da. Die Rasse spielt keine Rolle. Solange sie sich nicht verwandelt haben, fühlt es sich nur an wie einfache Geschwisterliebe. Je näher die Verwandlung rückt, desto stärker wird auch die Bindung.”
“Und es ist viel mehr als nur Geschwisterliebe”, vermutet Joshua und mustert die Rücken der Zwillinge.
Von hinten sehen sie fast gleich aus. Zumindest, was ihre Statur angeht. Der einzige Unterschied zwischen ihnen ist ihr Haar. Raphael ist blond und hat einen schiefen Irokesenschnitt quer über dem Kopf, während Sams brauner Schopf sehr kurz geschoren ist. Von vorn gibt es noch mehr Unterschiede. Zwar haben sie beide braune Augen, die so dunkel sind, dass sie auch in ihrem natürlichen Zustand schon fast schwarz aussehen, aber das ist auch die einzige Gemeinsamkeit.
Sams Gesicht wirkt weich und freundlich, solange er nicht seinen Brudertier-Todesblick auflegt und jemanden umnietet. Raphael sieht dagegen immer irgendwie gefährlich aus. Seine Züge um den Mund sind härter als die von Sam und auch sein Blick ist um einiges kälter.
Raphael wirkt wie jemand, den man unbedingt zum Freund möchte. Einfach weil das weitaus gesünder ist, als ihn zum Feind zu haben. Aber trotz all ihrer Unterschiede sind sie eine Einheit. Sie bewegen sich fast gleich, sie passen aufeinander auf und im Kampf sind sie ein unschlagbares Team. Manchmal sitzen sie auch nur da und schweigen sich an, als würden sie sich über die Augen unterhalten. Echt abgedreht.
“Ja, es ist viel mehr”, stimmt Seth ihm zu, der sei-nen Blick bemerkt hat.
“Weißt du viel über diese Bindung?”, fragt Joshua interessiert nach. Der Wanderer scheint über alles Mögliche Bescheid zu wissen. Zumindest hat Joshua bisher kein Thema gefunden, zu dem der Fremde nichts zu sagen wusste, obwohl sie ihn am Vorabend ausgiebig ausgefragt haben.
“Ein bisschen. Sie ist sehr stark. Die Herzen von Geschwistern schlagen immer im Gleichtakt. Sie tragen dasselbe Blut in ihren Adern und sind damit auf eine gewisse Art auch ein Teil vom jeweils anderen. Manche sagen, es ist, als würde deine Seele neben dir laufen. Und mit der Wandlung verstärken sich bei Geschwistern nicht nur die üblichen Sinne, sondern auch die Bindung an ihre andere Hälfte.”

Auszug aus Schattenwolf

Ich hoffe, dir hat der kleine Einblick in die Welt meiner Werwölfe gefallen. Wenn du noch Fragen hast, nur raus damit! Ich freue mich schon auf unser Gespräch in den Kommentaren.

Figurenvorstellung: Jackson

Figurenvorstellung: Jackson

In meinen Büchern gibt es verschiedene Rassen von Vampiren, Werwölfen, Blutwölfen und zukünftig auch Magiern und Dämonen. Damit du die Welten und ihre Bewohner besser kennen lernst, stelle ich dir immer wieder einzelne Figuren vor, erkläre die unterschiedliche Biologie meiner Wesen und teile spannende Einzelheiten der jeweiligen Welten.

Den Anfang macht Jackson aus Savage. Wenn du noch Fragen hast, schreib sie gern in die Kommentare!

Die Herkunft: Frankreich

Jackson stammt aus der Vampirwelt, die ich in Savage beschreibe. Er ist ein Halbvampir (Vampir & Mensch), der als Jugendlicher zu seinem Ziehvater Franklin kam. Als Folge eines Seitensprungs seiner Mutter war er in seiner Ursprungsfamilie nie Willkommen und musste stets den Hass und die Quälereien seines Stiefvaters und seiner Halbbrüder ertragen.

Sein Blick ist auf den unteren Teil der beschlagenen Glasscheibe gerichtet, die einen Teil der Duschwand bildet, doch in Wirklichkeit sieht er sie nicht mal. Stattdessen schiebt sich etwas ganz anderes vor seine Augen.
Eine Erinnerung an eine längst vergangene Zeit.
Das prasselnde Wasser der Dusche verändert seinen Klang, wird zu strömendem Regen und reißt ihn direkt in die Vergangenheit …


Damals regnete es auch, vor so vielen Jahren. Es war eine der Nächte, in der sie ihn wieder einmal erwischten und dieses Mal hatten sie es dabei übertrieben. Völlig entkräftet hatte er am Rand irgendeines Waldes gelegen. Vierzehn Jahre alt.
Seine Klamotten waren zerrissen und hingen ihm nur noch in Fetzen vom Körper. Dort, wo man seine Haut sehen konnte, war sie übersät mit blauen Flecken, Striemen und einigen Brandblasen.

Jackson ist in seiner Familie immer der Außenseiter gewesen. Der einzige männliche Mischling in der Familie. Das Produkt eines Seitensprungs seiner Mutter mit einem Menschen.
Ihr Ehemann – sein Stiefvater – hatte den Menschen zwar getötet, doch Jackson erfuhr täglich aufs Neue, dass das nicht bedeutete, dass er seiner Mutter verziehen hatte. Er hasste Jackson zutiefst und erzog seine zwei Söhne dazu, es ihm gleich zu tun.
Die warme Hand, die sich auf seine geschundene Schulter legt, erschreckt ihn. Wimmernd krümmt er sich zusammen, zieht die Beine an und weiß gar nicht, was er zuerst schützen soll.
Seinen Kopf oder seinen Lendenbereich.
Zitternd ist er darum bemüht, sich so klein wie möglich zusammenzurollen.
Die Hand verschwindet für einen Augenblick, kehrt dann aber zurück. Kraftvoller und entschlossener packt der Mann zu, um ihn aus seiner Haltung zu lösen.
Panisch fängt Jackson an, zu strampeln, und versucht, dem Griff zu entkommen, bis eine Stimme zu ihm durchdringt.
“Shhh … alles gut. Ich tue dir nichts, versprochen. Lass mich das ansehen. Ich bin Arzt …”

Immer noch zitternd, hebt Jackson zaghaft den Kopf und blickt direkt in ein warmes, aber entsetzt dreinblickendes Gesicht.
“Ich bin Franklin. Was hältst du davon, wenn wir dich aus dem Regen holen? Ich bin mir sicher, dass Sahra noch etwas leckeres zu Essen für dich hat. Hm?”

Savage – Ruf der Instinkte

Nach einem Vorfall (der erst in Band zwei gelüftet wird) kam er in die Obhut von Franklin, ebenfalls einem Halbvampir und Arzt. Er zog Jackson groß und half ihm gleichzeitig mit seinem feurigen Problem.

Der innere Dämon: Beast

Jackson trägt in seinem inneren eine zweite Kreatur, die er kurz Beast nennt. Dabei handelt es sich um einen Vatrá. Die Vatrá sind eine uralte Rasse von Feuerwesen, die auch selbst unglaublich alt werden und sich nur selten fortpflanzen. Als eine der letzten magischen Rassen der Erde, besitzen sie die Fähigkeit, Feuer zu erschaffen und zu beherrschen.

Es ist weit nach Mitternacht, als Jackson die Auffahrt zum Anwesen entlangläuft. Nach Loves Abgang ist er am See zurückgeblieben, um seinen Körper weiter herunterzukühlen und zur Ruhe zu kommen. Als sie so plötzlich am See aufgetaucht ist, hatte er schon befürchtet, dass er sie angreifen könnte, doch anstatt ihn noch weiter aufzuregen, hatte ihre Schimpftirade ihn erstaunlicherweise beruhigt.
Ihn. Den Anderen. Beast.

Savage – Ruf der Instinkte

Ihre Königin beherrscht zudem auch die Seelenmagie – sie hat Beasts Bewusstsein in Jacksons Körper verpflanzt. Warum sie das getan hat, wird ebenfalls in Band zwei gelüftet.

Aus Angst vor den unkontrollierbaren Kräften, die Beast freisetzen kann, versorgt Franklin seinen Ziehsohn seit der Verpflanzung mit einem Medikament. Es ist eine blaue Flüssigkeit, die die Bestie ruhig hält, damit Jackson die Kontrolle über den gemeinsamen Körper behält.

Der verlorene Junge

Aufgrund der Misshandlungen in seiner Vergangenheit fällt es Jackson manchmal schwer, seinen Stolz beiseite zu schieben. In Franklin hat er einen Ersatzvater gefunden, den er über alles liebt und auch die Freundschaft zu seinem besten Freund Bruce ist tief und innig.

Auch pflegt er in Frankreich einige Freundschaften und eine on-off-Affäre mit der Vampirin Silvana. Tiefere Gefühle gegenüber anderen (außer seinem Ziehvater und Bruce) zuzulassen fällt ihm allerdings sehr schwer, weshalb er sich auch nach 14 Jahren noch immer nicht komplett auf Silvana einlassen kann.

Jackson aus Savage

Er hat in Frankreich zwar ein recht glückliches Familienleben gefunden, gleichzeitig treibt es ihn aber immer wieder in die Welt hinaus. Er ist unruhig, auf der Suche nach etwas, das er nicht greifen kann und gleichzeitig auf der Flucht vor dem, was in seinem Körper wohnt.

Die Begegnung

Als Jackson in Amerika unterwegs ist, erfährt er von dem Jobangebot eines Wächterpostens für eine unverheiratete Vampirin. In der Annahme auf einen leichten Job bewirbt er sich auf die überdurchschnittlich gut bezahlte Stelle und wird angenommen.

Das erste Treffen verläuft anders als geplant – Lavinia ist nicht die Art adlige Tochter, die er erwartet hat. Anstatt eines gut erzogenen Püppchens trifft er auf eine partylustige, schwer zu händelnde junge Frau, die weiß was sie will und nichts lieber tun möchte, als von dem ihr vorbestimmten Pfad abzuweichen.

Die Entwicklung

In der Zeit mit Lavinia – kurz Love – lernt Jackson sie nicht nur besser kennen, er öffnet sich ihr auch. Er bringt sie in sein Zuhause in Frankreich und stellt sie Freunden und Familie vor, wodurch er es sich mit Silvana verscherzt. Es ist sicht- und spürbar, dass er sich in Franklins Haus entspannt und wieder mehr er selbst wird.

“Du siehst gut aus”, stellt Franklin fest, als Jackson und er nach dem Mittagessen mit einer Flasche Bier auf der Terrasse sitzen.
Love hat sich entschuldigt, um sich noch einmal hinzulegen.
“Zufrieden irgendwie.”
Jackson schmunzelt und setzt die Flasche an, um einen Schluck zu trinken. “Ich bin auch zu Hause.”
Franklin schüttelt den Kopf. “Das meine ich nicht. Du wirkst ausgeglichener als sonst.”
Schulterzuckend nimmt Jackson die Aussage hin und lässt seinen Blick über den weitläufigen Garten schweifen.
Es war noch nie einfach, mit ihm über seine Gefühle zu sprechen. Franklin weiß, dass er in seiner Ursprungsfamilie als einziger männlicher Mischling immer als schwach gegolten hat.
Irgendwann hat er damit begonnen, diese vermeintliche Schwäche durch eine aufgesetzte Härte auszugleichen, die sich über die Jahre zwar verringert, aber nie ganz gelegt hat.
Mit der Zeit hat Franklin gelernt, damit umzugehen und ein gutes Gespür dafür entwickelt, wann er den Druck auf seinen Ziehsohn erhöhen und wann er ihn rausnehmen muss.

Savage – Ruf der Instinkte

Am Ende seiner gemeinsamen Zeit mit Love springt er endlich über seinen Schatten und bittet sie, bei ihm zu bleiben.

Lies mehr über Jackson in “Savage – Ruf der Instinkte“! Erhältlich ab Mai 2019 bei Hawkify Books!

Das wird das neue Buchprojekt!

Das wird das neue Buchprojekt!

Es ist entschieden! Ihr habt in der letzten Woche fleißig an den Umfragen auf Twitter, Instagram und Facebook teilgenommen und euch das neue Buchprojekt ausgesucht. Wer meinen Youtube-Kanal It’s Ally! abonniert hat, weiß auch schon, wer gewonnen hat. Alle anderen erfahren es in diesem Artikel. Lass uns gleich in die Auswertung gehen!

Das nächste Buchprojekt – die Auswertung

Insgesamt wurden auf allen Kanälen 91 Stimmen abgegeben. Deshalb möchte ich mich zuallererst für die rege Teilnahme bedanken: Ihr seid Klasse!

Ausgewertet habe ich die Stimmen zunächst pro Kanal, wobei ihr interessanterweise auf den unterschiedlichen Plattformen immer einem anderen Projekt den Vorzug gegeben habt. Schauen wir uns das genauer an.

Auf Twitter habt ihr insgesamt 57 Stimmen abgegeben. Hier waren Nadim & Sahar mit 35 Stimmen eure klaren Favouriten. Platz zwei haben Finley & Aine mit 13 Stimmen belegt, das Schlusslicht bildeten Damion & Tamara mit 9 Stimmen.

Bei der Umfrage auf Instagram habt ihr insgesamt 17 Stimmen abgegeben. Mit 7 Stimmen habt ihr Finley & Aine zu euren Lieblingen gekürt, dicht gefolgt von Nadim & Sahar mit 6 Stimmen und Damion & Tamara mit 4 Stimmen.

Auch auf Facebook habt ihr 17 Stimmen abgegeben. Hier lagen zwei Pärchen mit je 7 Stimmen Kopf an Kopf: Damion & Tamara und Nadim & Sahar. Finley & Aine habt ihr mit 3 Stimmen auf den letzten Platz verbannt.

Und der Sieger ist …

Den riesigen Vorsprung, den unser Siegerpaar auf Twitter geholt hat, konnten die anderen beiden natürlich nicht mehr einholen. Das bedeutet:

Nadim & Sahar sind mein nächstes Buchprojekt!

Auch wenn ich alle drei Projekte mag (und auch schreiben möchte), freue ich mich sehr über das Ergebnis. Die magische Welt, in die ich jetzt eintauchen darf, wird viele spannende und wundervolle Dinge bereit halten, die in den nächsten Monaten mein Leben bereichern.

Sei dabei!

Natürlich lasse ich dich nach der Abstimmung jetzt nicht einfach im Regen stehen und klatsche dir irgendwann dann das fertige Buch vor die Nase. Wir haben diesen Weg zusammen begonnen und werden ihn natürlich auch gemeinsam weitergehen. Wie intensiv das in den nächsten Monaten aussieht, kannst du selbst entscheiden!

Zum einen werde ich dich natürlich über meinen Blog, den Newsletter und meinen Youtube-Kanal immer mal wieder auf dem Laufenden halten. Auch auf meinen anderen Kanälen Twitter, Facebook und Instagram wird es hin und wieder Postings zu dem neuen Projekt geben.

Komm doch ein bisschen näher

Du willst noch mehr? Mehr Ausschnitte aus dem kommenden Buch, Einblick in die Rohkapitel, die Möglichkeit, deine Meinung kund zu tun, noch bevor der Lektor das Manuskript in die Finger bekommt und noch viel mehr?

Dann schau auf meiner brandneuen Patreon-Seite vorbei! Dort kannst du Teil des Stone-Rudels werden und bist immer nah an meiner Seite. Egal, ob du als Welpe, Beta oder Alpha einsteigst oder gleich Wolfs-Patronus werden möchtest – ich freue mich, dich dort wiederzusehen!

Ein erster Welpe ist bereits an Bord und ich freue mich wahnsinnig über jeden Zuwachs – und natürlich darauf, mit dir gemeinsam hautnah die neue Welt von Nadim & Sahar zu entdecken. Diese Reise wird magisch.



Schau jetzt auf Patreon vorbei: Ally J. Stone

Online-Lesung: Damion und Tamara

Online-Lesung: Damion und Tamara

Heute stelle ich euch das dritte und letzte Projekt vor: Es geht um Damion, Tamara – und Damions verstorbene Frau Anna.

Damion & Tamara

Damion

Damion ist ein Vampir aus dem Savage-Universum. Als reinrassiger Vertreter seiner Art ist er – im Gegensatz zu z.B. Jackson – an die Nacht gebunden. Als 105-jähriger Sohn von Politiker Kaiden Gray und dessen Frau Marissa gehört er zur vampirischen Oberschicht in Kanada. Sein Vater möchte natürlich, dass auch Damion in die Politik eintritt, jedoch ist der nicht so ganz begeistert von einem Leben zwischen Empfängen und Streitereien im vampirischen Parlament. Stattdessen liebt er es, sich mit seinen beiden besten Freunden Carter und Dylan auf Untergrundparties herumzutreiben und sich durch die Frauenwelt zu flirten.

Hinter dem ungezwungen wirkenden Charmebolzen steckt allerdings eine Vergangenheit mit großem Verlust – denn Damion war schon einmal verheiratet. Mit 23 Jahren hat er seiner großen Liebe, der 19-jährigen Anna Williams, einen Antrag gemacht und sie bald darauf geheiratet. Auch ein Kind war unterwegs, das Anna allerdings verloren hat. Mit 28 starb sie schließlich auch an der Grippe. Da Vampire nur geboren werden und Menschen nicht verwandelt werden können, blieb Damion nichts anderes übrig, als in den letzten Tagen an ihrem Bett zu sitzen und ihre Hand zu halten, während sie immer schwächer wurde und schließlich ihren letzten Atemzug tat.

Diese Erfahrung begleitet Damion noch heute, weshalb er sich weigert, sich erneut zu binden. Ablenkungen, Alkohol und flüchtige Bekanntschaften prägen seinen Alltag – sehr zum Verdruss seines Vaters.

Tamara

Tamara Witt, geborene Elliot hat eine ähnliche Erfahrung durchgemacht. Ihr Ehemann Lance kam vor zwei Jahren bei einem Autounfall ums Leben, weshalb sie als Vampirin ihres Standes in die Obhut ihres Vaters zurückkehren musste. Vorübergehend in England stationiert, ist ihre Familie nun aber in die Staaten zurückgekehrt – und damit an den Ort, an dem Tamara alles verloren hat. Mit Erlaubnis ihres Vaters ist sie nun zu ihrem Onkel nach Kanada gezogen, um den Erinnerungen an den Tod ihres geliebten Mannes zu entfliehen.

Story

Damion und Tamara begegnen sich auf einer Party der Grays. Es geht um politische und geschäftliche Kontakte, sowie ums sehen und gesehen werden. Eine eher steife Veranstaltung, der beide nicht viel abgewinnen können. Damion, der Tamara ins Auge fasst und versucht, sie anzuflirten, beißt bei ihr allerdings auf Granit. Tamara hat durch ihren Cousin Isaac bereits von seinen Eroberungen gehört und nicht vor, sich in diese Reihe aufnehmen zu lassen. Dass sie ihn abblitzen lässt, weckt Damions Interesse allerdings nur noch mehr und als sie sich überraschend auf einer der besagten Untergrundpartys wiedertreffen, entfliehen sie für eine Nacht lang gemeinsam dem sozialen Druck ihres Standes. Eine Freundschaft entsteht, aus der mehr werden könnte – sofern sie beide die Geister aus ihrer Vergangenheit abschütteln können.



Jetzt abstimmen!

Du hast drei Möglichkeiten abzustimmen:
Twitter: @stonebooks_de
Facebook: Ally J. Stone
Instagram: @ally_j_stone (in den Storys bzw. im Profil im Archiv “Umfrage”)

Ich freue mich schon auf das Ergebnis!